Susana Zapke, Versuche einer musikalischen Proletariatskultur. Die Beethoven-Zentenarfeier 1927, in: Werner Michael Schwarz, Georg Spitaler und Elke Wikidal, Das Rote Wien 1919 1934. Ideen, Debatten, Praxis, Basel 2019 (Birkhäuser / Wien Museum), S. 352357.

Susana Zapke, Im Epizentrum der Nation. Die Staatsoper als Projektionsfläche und Katalysator der Nachkriegszeit, in: Dominique Meyer, Oliver Rathkolb, Andreas Láng und Oliver Láng (Hg.), Geschichte der Oper in Wien, Band II: Von 1869 bis zur Gegenwart (herausgegeben von Barbara Boisits, Clemens Hellsberg, Philipp Ther und Susana Zapke unter Mitarbeit von Christian Glanz ), Wien / Graz 2019 (Molden Verlag), S. 242255

Orte des Roten Wien: Tanzsaal im Karl-Seitz-Hof

Konzert des 1. Wiener Gemeindebauchors mit Studierenden der MUK – Musik- und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Samstag, 11. Mai 2019, 14.30 Uhr
Tanzsaal des Karl-Seitz-Hofes, Jedleseer Straße 66 / Ecke Dunantgasse, 1210 Wien

Das IWF kooperiert erneut mit dem Wien Museum: Der Auftritt des 1. Wiener Gemeindebauchors mit Studierenden der MUK am Samstag, den 11. Mai, um 14.30 Uhr im Tanzsaal des Karl-Seitz-Hofes bildet den Auftakt des Rahmen­programms zur aktuellen Ausstellung Das Rote Wien. 1919–1934 .

Gemeinsam mit dem 1. Wiener Gemeindebauchor werden AbsolventInnen der MUK ein buntes Repertoire an Arbeiterliedern der Sozialdemokratie aufführen. Dazu werden Wolfgang Fichna (Historiker), Georg Vasold (Kunsthistoriker) und Susana Zapke (Musikwissenschaftlerin) im Gespräch den programmatischen Hintergrund von Musik und Architektur in der Ersten Republik erläutern und mit musikalischen Beispielen belegen.

SolistInnen: Philipp Landgraf, Agonie Branimir, Elisabeth Fahrmann (AbsolventInnen der MUK)
Pianist: Lu Bai (Studierender an der MUK)
Konzeption: Wolfgang Fichna, Georg Vasold und Susana Zapke
Musikalische Leitung: Mag. Martin Strommer (1. Wiener Gemeindebauchor)

zur Veranstaltung (Wien Museum)

Zur Geschichte des 1. Wiener Gemeindebauchors:
Seit 2008 wird bei wohnpartner die Stimmgabel geschwungen: Rund 80 SängerInnen des 1. Wiener Gemeindebauchors stehen bei jährlich bis zu 25 Auftritten in Wiener Gemeindebauten, aber auch bei Chorfestivals im In- und Ausland auf der Bühne.
Mit der Gründung des 1. Wiener Gemeindebauchors verfolgt wohnpartner die Idee, unterschiedliche Menschen durch die gemeinsame Sprache der Musik miteinander zu verbinden.

Freier Eintritt
Keine Anmeldung erforderlich

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wien Museum und wohnpartner

Der Nationalfeiertag 1968 und die fehlende österreichische Musik

von Kathrin Raminger

Proklamation der Jugend Österreichs – Nationalfeiertag 1968 © Johannes Peter Perz, 1968. (Quelle: ÖNB / Bildarchiv Austria, Inv. Nr. PLA16680252.)

In Erinnerung an die am 26. Oktober 1955 proklamierte Neutralitätserklärung Österreichs wurde auf Anregung des damaligen Unterrichtsministers Heinrich Drimmel (ÖVP) an diesem Datum bereits ab 1956 der „Tag der österreichischen Fahne“ begangen. Durch das Hissen der Rot-Weiß-Roten Fahne an Österreichs Schulen sollte innerhalb der Schuljugend das Bekenntnis zur österreichischen Identität gestärkt und die Bedeutung des Wiedererstehens Österreichs als selbstständigen, neutralen Staat ins Bewusstsein gerufen werden.[i] Erst 1965 wurde der 26. Oktober jedoch zum Österreichischen Nationalfeiertag erklärt und weitere zwei Jahre später, im Juni 1967, per Gesetz schließlich auch arbeitsfrei.[ii]

„Der Nationalfeiertag 1968 und die fehlende österreichische Musik“ weiterlesen

Konzerte in Gemeindebauten

Freitag, 14. September 2018, 17.30 Uhr
Veranstaltungszentrum der VHS Donaustadt, Bernoullistraße 1, 1220 Wien

Freitag, 5. Oktober 2018, 17.30 Uhr
Veranstaltungszentrum der VHS Floridsdorf, Angerer Straße 14, 1210 Wien

Konzerte des 1. Wiener Gemeindebauchors in Zusammenarbeit mit Studierenden des Studienlehrgangs Operette unter der Leitung von Wolfgang Dosch. Auf dem Programm stehen unter anderem Wiener Lieder wie Schön ist so ein Ringelspiel (Peter Herz/Hermann Leopoldi), Ein Rother (Wenzel Seidl), Grüß mir mein Wien (aus Gräfin Mariza), I hab‘ a Badehütt’n drunt in Kaisermühl’n (Charles Berndt/Hermann Leopoldi).

Konzeption: Univ.-Prof. Wolfgang Dosch (MUK) und Univ.-Prof. Susana Zapke (MUK)
Musikalische Leitung: Mag. Martin Strommer (1. Wiener Gemeindebauchor)

1. Wiener Gemeindebauchor
Seit 2008 wird bei wohnpartner die Stimmgabel geschwungen: Rund 80 SängerInnen des 1. Wiener Gemeindebauchors stehen bei jährlich bis zu 25 Auftritten in Wiener Gemeindebauten, aber auch bei Chorfestivals im In- und Ausland auf der Bühne.
Mit der Gründung des 1. Wiener Gemeindebauchors verfolgt wohnpartner die Idee, unterschiedliche Menschen durch die gemeinsame Sprache der Musik miteinander zu verbinden.

Rückblick
Die Studierenden des Lehrgangs Operette (W. Dosch) wurden dieses Semester eingeladen, mit dem 1. Wiener Gemeindebauchor zu dessen 10-jährigem Jubiläum zwei außergewöhnliche Konzerte zu gestalten.
Mit Liedern von Stolz und Strauß, Leopoldi und Kálmán, von Schuberts Klassikern bis zu Ohrwürmern der Popmusik wurden Melodien zum Besten gegeben, die sich tief ins Wiener Gemüt eingegraben haben.
Als Konzertorte wurden die Volkshochschulen in der Donaustadt und in Floridsdorf gewählt zwei Einrichtungen, die in ihrer Geschichte und ihrem Traditionsreichtum Institutionen wie dem Musikverein oder dem Konzerthaus in nichts nachstehen. Sie sind ein Charakteristikum der Wiener Lebensart und des Miteinanders in der Großstadt.
Und so trafen sich auf der Bühne leidenschaftliche Musikerinnen und Musiker verbunden durch ihre Liebe zur Musik und die Gewissheit, dass das Herz der Musikstadt Wien dort schlägt, wo die Menschen zusammenkommen.

Plakat

Eine Veranstaltung in Kooperation mit wohnpartner

 

Music Mapping Vienna goes Hollywood

von Kathrin Raminger

Die Musikstadt Wien erstreckt sich weit über ihre eigentlichen Grenzen hinaus: Sie lässt sich auch im fernen Kalifornien noch konkret verorten. Im Sommer 1950 nämlich entsandte das damals von den Alliierten besetzte und mitten im Wiederaufbau befindliche Wien eine Hand voll Erde vom Grabhügel des Walzerkönigs Johann Strauss Sohn (25. Oktober 1825 – 3. Juni 1899) nach Hollywood, wo sie vor der Bühne des monumentalen Freilufttheaters The Hollywood Bowl „als Symbol der engen Verbundenheit, die wir Menschen wenigstens in der Musik empfinden“[i] am 1. August 1950 in einem feierlichen Akt mit der kalifornischen Erde vermengt wurde.[ii]

„Music Mapping Vienna goes Hollywood“ weiterlesen

Vorlesung „Musikproduktion – Symbolpolitik und Verklärung der Nation“

Univ.-Prof. Dr. Susana Zapke und Dr. Kathrin Raminger
im Rahmen des Projekts oesterreich100 des Bundeskanzleramtes anlässlich des Gedenkjahres 2018

1. März 2018
MUK, Erkersaal, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Anhand konkreter Beispiele aus der jüngsten Grundlagenforschung wird erörtert, wie Musik und Musikbildung als essentielle Bestandteile einer „Neuen Stadt“ und eines „Neuen Menschen“ im Rahmen der Ersten Republik bewusst eingesetzt wurden.
Wien, die Welthauptstadt der Musik, positioniert sich nach 1918 neu. Welches Repertoire und mit welcher Funktion und Intention hierbei besonders gefördert wurde, bildet den Gegenstand der Vorlesung.