Music Mapping Vienna goes Hollywood

von Kathrin Raminger

Die Musikstadt Wien erstreckt sich weit über ihre eigentlichen Grenzen hinaus: Sie lässt sich auch im fernen Kalifornien noch konkret verorten. Im Sommer 1950 nämlich entsandte das damals von den Alliierten besetzte und mitten im Wiederaufbau befindliche Wien eine Hand voll Erde vom Grabhügel des Walzerkönigs Johann Strauss Sohn (25. Oktober 1825 – 3. Juni 1899) nach Hollywood, wo sie vor der Bühne des monumentalen Freilufttheaters The Hollywood Bowl „als Symbol der engen Verbundenheit, die wir Menschen wenigstens in der Musik empfinden“[i] am 1. August 1950 in einem feierlichen Akt mit der kalifornischen Erde vermengt wurde.[ii]

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Musikproduktion – Symbolpolitik und Verklärung der Nation

Vorlesung von Univ.-Prof. Dr. Susana Zapke und Dr. Kathrin Raminger im Rahmen des Projekts oesterreich100 des Bundeskanzleramtes anlässlich des Gedenkjahres 2018

Dauer: 16.00 – 17.30 Uh

Anhand konkreter Beispiele aus der jüngsten Grundlagenforschung wird erörtert, wie Musik und Musikbildung als essentielle Bestandteile einer „Neuen Stadt“ und eines „Neuen Menschen“ im Rahmen der Ersten Republik bewusst eingesetzt wurden.
Wien, die Welthauptstadt der Musik, positioniert sich nach 1918 neu. Welches Repertoire und mit welcher Funktion und Intention hierbei besonders gefördert wurde, bildet den Gegenstand der Vorlesung.

Termin
Do, 01.03.2018, 16:00Uhr
Veranstaltungsort
MUK, Erkersaal, Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Eintritt frei
Teilnahme nur für Studierende der MUK!